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Farbkalibrierung in Phocus 2.9

Closed Loop-Farbkalibrierung

Es werden jetzt benutzerdefinierte Farbkalibrierungen direkt in Phocus unterstützt. Es ist also keine Kalibriersoftware von Drittanbietern mehr erforderlich. Während die standardmäßige werkseitige Farbkalibrierung für unsere Kameras in der Regel sehr gut funktioniert, gibt es Situationen, in denen eine benutzerdefinierte Farbkalibrierung genutzt werden soll, die mithilfe der exakten Lichtbedingungen für das Shooting erstellt wurde.  Kalibrierungen, die mithilfe der neuen Closed Loop-Farbkalibrierung erstellt werden, werden direkt auf die RAW-Kameradaten angewandt und dienen als direkter Ersatz für unsere werkseitige Kalibrierung. Auf diese Weise wird eine optimale Qualität erzielt.


Verwendung

Zum Werkzeug „Reproduction“ wurde das neue Popup-Menü Colour Calibration hinzugefügt. Dieses ist im Ausgangszustand auf Factory gesetzt, was derselben standardmäßigen Farbverarbeitung wie in früheren Phocus-Versionen entspricht. In diesem Menü können Sie über die Option Edit… das Dialogfeld Colour Calibrations aufrufen. Beachten Sie, dass dieses Dialogfeld auch über das Menü Window geöffnet werden kann. Dafür gilt die Tastenkombination ALT+CMD+C.

 

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Bevor Sie eine neue Kalibrierung hinzufügen, stellen Sie sicher, dass ein geeignetes Bild mit einer Farbreferenztabelle im Sucher zu sehen ist, ehe Sie das Dialogfeld Colour Calibrations öffnen.

Wenn keine benutzerdefinierten Kalibrierungen vorhanden sind, wechselt das Dialogfeld direkt zur Kalibrierschnittstelle. Verwenden Sie andernfalls die Plus-Schaltfläche zur Linken (oder + auf der Tastatur). In der Kalibrierschnittstelle wird das ausgewählte Bild zusammen mit einer Überlagerung dargestellt, die den gewählten Farbzieltyp angibt.

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Ab hier gilt folgende standardmäßige Vorgehensweise:

1) Zieltyp auswählen

Wir unterstützen standardmäßig die Ziele ColourChecker, ColourChecker SG und ColourChecker DC. Sie können auch mithilfe der Plus-Schaltfläche eigene Zielreferenzen hinzufügen (siehe Abbildung oben).

2) Zielposition ausrichten

Die Position der Überlagerung zur Anzeige der Zielposition lässt sich zwar manuell anpassen, doch in der Regel genügt es, das Ziel mithilfe der Schaltfläche Auto Locate automatisch ermitteln zu lassen.

3) Kalibrieren

Mit Calibrate führen Sie die eigentliche Kalibrierung aus. Nach einem erfolgreich ausgeführten Vorgang erhalten Sie grundlegende ∆E-Statistiken. Mit dem Schieberegler Mark ∆E > werden Bildbereiche angezeigt, die stärker als der gewählte ∆E-Wert abweichen.

4) Kalibrierung erstellen

Wenn Sie mit dem Ergebnis der Kalibrierung zufrieden sind, können Sie diese mit der Schaltfläche Create speichern. Danach kehrt die Software zum Ausgangszustand des Dialogfelds Colour Calibrations zurück, in dem eine Liste mit vorhandenen Kalibrierungen angezeigt wird. Hier können Sie außerdem einen beschreibenden Text für jede Kalibrierung eintragen.

5) Kalibrierung verwenden

Um die neue benutzerdefinierte Farbkalibrierung zu verwenden, wählen Sie sie im Popup-Menü „Colour Calibration“ im Werkzeug „Reproduction“ aus. Die Kalibrierung ist zusammen mit anderen Korrektureinstellungen in die 3F-Datei eingebettet. Es müssen also keine gespeicherten Kalibrierungen zwischen Hostcomputern migriert werden. Beim Betrachten eines Bilds mit einer Farbkalibrierung, die noch nicht lokal gespeichert ist, wird die betreffende Farbkalibrierung automatisch auf den Computer kopiert.

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 Variable Korrektur für das Werkzeug „Scene Calibration“

Mit einem neuen Schieberegler im Werkzeug „Scene Calibration“ können Sie Feineinstellungen an der Intensitätskorrektur vornehmen.

1) Erstellen Sie zunächst eine Belichtung für ein weißes nicht-reflektierendes Material, das ebenso wie das Subjekt beleuchtet wird. Dadurch sollten etwaige Helligkeits- und Farbveränderungen sichtbar werden, die sich auf das Bild auswirken. Nehmen Sie das Bild wie üblich auf. (Es enthält dieselben Farb- und Beleuchtungsabweichungen wie der weiße Rahmen.)

2) Importieren Sie beide Bilder in Phocus.

3) Wählen Sie den weißen Rahmen aus und klicken Sie im Werkzeug „Scene Calibration“ auf die Option „Create“. Sie werden zur Eingabe eines Namens aufgefordert.

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4) Wählen Sie nun das zu korrigierende Bild aus.

5) Wählen Sie mit dem Dropdown-Auswahlpfeil im Werkzeug „Scene Calibration“ die eben erstellte Kalibrierdatei aus. Stellen Sie sicher, dass das Werkzeug aktiviert ist (mithilfe des kleinen Kontrollkästchens rechts oben im Werkzeugbereich).

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6) Aktivieren Sie nun bei Bedarf die Kontrollkästchen „Remove Cast“ und „Equalise Intensity“.

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7) Ziehen Sie bei einer zu drastischen Korrektur den Schieberegler für die Intensität nach links, bis das gewünschte Ausmaß der Korrektur vorliegt.

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Kameramodell
Belichtungszeit
Blende
ISO
Belichtungsmodus
Automatische Belichtung Manuelle Belichtung Automatische Belichtungsreihe
Fotograf