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Storyteller | Peter Boettcher

„Ich habe meine alte 500CM von ihren Spinnweben befreit, um das neue digitale Rückteil CFV-50c in der Praxis zu testen. Das war ein großartiger Augenblick. Genau dasselbe Gefühl wie vor 10 Jahren, als ich das letzte Mal analog fotografiert habe“, erinnert sich Peter Boettcher

kraftwerk

Vielen Experten sind der Meinung, dass die Elektropop-Ikone Kraftwerk, die den Weg für Bands wie Depeche Mode und Coldplay geebnet hat.

Dem bekannten deutschen Musikfotografen Peter Boettcher waren tiefere Einblicke in diese enigmatische Gruppe vergönnt als vielen anderen. Schließlich fotografiert er sie seit mehr als 20 Jahren bei ihren Konzerten und in ihrem legendären Düsseldorfer Kling-Klang-Studio.

KRAFTWERK Fondation Louis Vuitton Paris

Peter Boettcher

Die Band, die das Licht der Öffentlichkeit scheut, verweigert sich bekanntermaßen Besuchen und Kontakten aller Art. Sie entzieht sich rigoros jedweder Lärmverschmutzung. Sie lässt keine störenden Geräusche in ihrem Studio zu und verbietet die Verwendung von Telefonen bei Studioaufnahmen.

Peter Boettcher, der bereits mit REM, Morrissey, Sonic Youth und Guns & Roses zusammengearbeitet hat, gelang es, diese Barrieren zu durchdringen, als er 1991 mit Cover-Aufnahmen für Kraftwerks extrem erfolgreiches Remix-Album (The Mix) beauftragt wurde.

Er erinnert sich: „Niemandem war es vorher gelungen, Studiofotos zu machen. Daher hatte ich schon einige Bedenken. Doch ich glaube, meine Arbeit ist gut angekommen. Schließlich arbeiten wir seitdem zusammen.  Ich bin ein bekennender Fan ihrer Musik. Das gebe ich ehrlich und unumwunden zu. Jedes ihrer Konzerte – meine Kamera und ich haben Kraftwerk mittlerweile auf mehr als 200 Gigs begleitet – ist immer wieder aufregend und inspiriert meine Arbeit auf ganz neue Weise.“

Peter Boettchers Fotografie hat nichts mit dem stereotypen Rockband-Backstage-Image, schweißtriefenden Popstars oder kreischenden Groupies gemein.  In seiner aufs Wesentliche reduzierten Formen- und Farbsprache lässt er seine ganz individuelle Sicht anklingen, um seinen Aufnahmen, wie er es beschreibt, einen „kongenialen“ Zug zu verleihen.

Dazu führt er weiter aus: „Ich habe meinen ureigenen Stil entwickelt, der sich von typischen Bandaufnahmen anderer Fotografen unterscheidet. Dabei gehe ich sehr direkt, sehr geradlinig und sehr minimalistisch vor. Doch genau diese Herangehensweise habe ich bereits verfolgt, bevor ich die Band traf. Glücklicherweise stimmt sie mit dem Gesamtethos von Kraftwerk überein.“

Als Peter Boettcher in seine Hasselblad 500CM investierte, war damit erst der Grundstein für seine beginnende Karriere gelegt.

Peter Boettcher

Peter Boettcher

Peter Boettcher: „Die analoge Hasselblad war mein Ein und Alles. In den letzten zehn Jahren lag sie allerdings im Safe, bis ich im letzten November auf der Photokina Hasselblads hervorragendes neues digitales Rückteil CFV-50c für mich entdeckt habe.

So habe ich meine gute alte 500CM von ihren Spinnweben befreit, um das neue digitale Rückteil auszuprobieren. Das war ein großartiger Augenblick. Mich beschlich genau dasselbe Gefühl wie vor 10 Jahren, als ich das letzte Mal analog fotografiert habe.

Das neue Rückteil sieht exakt wie mein altes Filmrückteil aus. Die Haptik ist wie damals und das Ganze war eine Art Déjà-vu-Erlebnis für mich.“

Schließlich fügt er hinzu: „Seiner Nagelprobe habe ich das Gerät im neueröffneten und für 143 Mio. USD errichteten Fondation Louis Vuitton-Gebäude in Paris unterzogen. Im letzten Monat kam es dann beim Kraftwerk-Konzert in der Neuen Nationalgalerie in Berlin zum Einsatz.”

Dazu führt er weiter aus: „In der Neuen Nationalgalerie kamen meine neuen Hasselblad-Objektive zum Zuge.  Die 3D-Shows auf den Kraftwerk-Konzerten stellten neben den üblichen anspruchsvollen Lichtbedingungen noch einmal eine ganz eigene und besondere Herausforderung dar. Doch mit einer Empfindlichkeit von ISO 6400 konnte ich mit dem CFV-50c herausragende Ergebnisse erzielen. Es war, als hielte ich die alte ergonomisch ausgeklügelte Kamera in meinen Händen. Hinzu kam jedoch das High-Tech-Feeling des wirklich vielseitigen digitalen Rückteils.“

KRAFTWERK Neue National Galerie Berlin 01-2015

Peter Boettcher

Als Peter Boettcher das Kraftwerk-Konzert in Bildern festhielt, zeigte die Berliner Pavlov’s Dog-Galerie parallel dazu eine Ausstellung seiner Aufnahmen.

Dazu Peter Boettcher: „Auf dieser mit MINIMUM MAXIMUM überschriebenen Ausstellung hingen einige besonders großformatige (3 m hohe) Aufnahmen von Kraftwerks Roboterprojekt: die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine.

Dies war ein voller Erfolg. Fernsehkameras begleiteten die Ausstellung und auch die Presse war zahlreich vertreten.

Jetzt geht es bald weiter mit Kraftwerk nach Kopenhagen und Barcelona – die CFV-50c landet als erstes in meiner Reisetasche.”

www.peterboettcher.de

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