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Charlie Waite

CW-portrait

Wie Charlie Waite, eine Ikone der Landschaftsfotografie, mit einem neuen digitalen Rückteil CFV-50c ungekannte Weiten erobern will

Mitten im tiefsten Winter. Charlie Waite thront in 7 m Höhe auf einer Leiter und wartet auf das Licht.

(Charlie Waite, mehrfach preisgekrönter Guru der Landschaftsfotografie, hat in den letzten Jahrzehnten übermäßig viel Zeit auf Leitern verbracht, um auf das Licht zu warten.)

Doch an diesem speziellen Tag begleitete ihn seine Frau Jess. Sie befand sich nur einige Meter entfernt unter Charlie Waite, hatte sich nach dem Zwiebelschalenprinzip in mehrere Lagen Kleidung gehüllt, um sich gegen die bittere Kälte zu wappnen, und wandelte an den Wassergärten von Fountains Abbey, Ripon – einem Ort des Weltkulturerbes, der vom National Trust unterhalten wird.

Dann fiel sie plötzlich ins Wasser.

So entstand eine überaus knifflige Situation für einen Landschaftsfotografen von Weltrang. Was nun? Was nun?

„Ich wartete händeringend auf die richtige Lichtstimmung am Hauptschiff der Kirchenruine.“

„Mit einem Mal hörte ich ein Platschen. Ich drehte mich um und schaute nach unten. Von Jess war nichts mehr zu sehen. Dann streckte sich wie aus dem Nichts ein Arm aus dem kalten Nass. Er ragte aus dem Wasser wie das sagenumwobene Schwert von König Artus aus dem Stein. Jess rief um Hilfe – unglücklicherweise in exakt dem Augenblick, als endlich das langersehnte Licht auf die Szenerie fiel. Jetzt musste ich einfach abdrücken. Ich machte sechs Bilder in schneller Folge und eilte die Leiter hinab, um meiner Frau aus dem Wasser zu helfen.

Seitdem begleitet mich Jess nicht mehr beim Fotografieren.“

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Glücklicherweise werden die Momente, in denen Charlie Waite auf das richtige Licht wartet, meist nicht von solch dramatischen Ereignissen begleitet – doch seine Geduld ist entscheidend für seinen internationalen Erfolg und seinen hart erarbeiteten Ruf als hervorragender Landschaftsfotograf.

Charlie Waite erklärt: „In meinen Augen besteht kein Zweifel daran, dass Licht etwa 95% einer Aufnahme ausmacht. Licht ist der wesentliche Katalysator. Das Licht muss man einfach vergöttern. Wer sich nicht mit seinen Qualitäten, seinem Charakter und seinem unberechenbaren Verhalten vertraut macht, fällt rasch seinen Launen zum Opfer.

Wir müssen also versuchen, das Licht zu überlisten. Die Schlüssel zum Erfolg sind Geduld, Ausdauer sowie die innere Einstellung, sich allein durch das Streben nach Perfektion bereichert zu fühlen. Wer nicht auf den passenden Moment wartet, wird sich möglicherweise ewig Vorwürfe wegen all der verpassten Gelegenheiten machen.

„Wenn wir ein ansprechendes Motiv entdecken und uns eine Kamera zur Verfügung steht, besitzen wir direkt die Möglichkeit, die Welt so darzustellen, wie wir sie durch unser inneres Auge wahrnehmen. Das entstehende Bild muss unsere Erfahrungen wiederspiegeln – emotional, romantisch und dramatisch. Wenn die gemachte Aufnahme nicht wirklich dem entspricht, was wir uns im Vorfeld vorgestellt oder ausgemalt haben, stellt sich unweigerlich ein Gefühl der Enttäuschung ein.“

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Er fügt hinzu: „Früher habe ich klassische Hasselblad-Kameras verwendet, darunter eine 503, eine 501CM sowie im Zeitraum 1979-2005 ausschließlich eine 503CX. Ich besaß vier Objektive und war wunschlos glücklich. Auf meine Ausrüstung konnte ich mich stets verlassen. Doch dann überrollte uns die digitale Revolution und ich begann, darüber nachzusinnen, welchen Weg ich einschlagen sollte. Als digitale Spiegelreflexkameras mit 20-MP-Sensoren den Markt eroberten, verbannte ich schlussendlich meine alte Hasselblad-Ausrüstung auf den Dachboden. Gelegentlich schnappte ich mir eine der klassischen Kameras, weil ich wusste, dass das gute alte 6×6-Format noch immer alle aktuellen Geräte in den Schatten stellen würde.

Es folgte mein Umstieg zu digitalen Spiegelreflexkameras. Doch als ich vom digitalen Rückteil CFV-50c hörte, wurde ich neugierig und schaute mir die Sache einmal näher an. Ich setzte mich mit Hasselblad in Verbindung und war bald darauf stolzer Besitzer eines digitalen Rückteils.

Meine Hasselblad-Kameras standen bei mir stets hoch im Kurs. Sie waren meine besten Weggefährten, die mich nie im Stich ließen. Durch das neue digitale Rückteil konnte ich jetzt nicht nur auf eine unerreichte Bildauflösung zugreifen, sondern auch meine alte Liebe zu den Hasselblad-Klassikern wieder aufflammen lassen.

Als ich erfuhr, dass das Rückteil an allen ab 1957 hergestellten Hasselblad-Gehäusen nutzbar war, konnte ich mein Glück kaum fassen. Ich musste keine zwei Sekunden nachdenken.

Das größere Display, das neue Menüsystem und das Tastenlayout eignen sich perfekt für meine Arbeitsweise und mein Arbeitsumfeld. Ich bin kein Freund komplexer technischer Funktionen, daher liebe ich den simplen Komfort, den ich durch das neue Rückteil genießen kann.“

 „Durch das neue digitale Rückteil CFV-50c konnte ich meine alte Liebe zu Hasselblad wieder aufflammen lassen.“

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Charlie Waite - CFV-50c

www.charliewaite.com

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